Apfel-Birne-Quittenwein

Apfelwein ''Bohnapfel'Der ‚Rheinische Bohnapfel‘ gilt als eine der besten Äpfelsorten für die Herstellung von Apfelwein. Die Sorte hat sich in unseren Obstgärten als sehr robust erwiesen.

Wir haben diesen Apfelwein halbtrocken ausgebaut. So kommt die ganze Fruchtigkeit der Sorte zum Tragen und ergänzt sich hervorragend mit einem leicht herben Hintergrundton.

Dieser Wein eignet sich hervorragend in Kombination mit leichten Gerichten wie Flammkuchen, Omeletts und Salate.


BezeichnungApfelwein ‚Bohnapfel‘
Inhalt0,7 Liter

Apfel-Birne-Quitte Saft ‚ABQ‘

Apfel-Birnen-QuittensaftDie Geschmäcker von Äpfeln, Birnen und Quitten treffen sich in einigen Bereichen, in anderen liegen sie deutlich unterscheidbar weit auseinander. Der Schwerpunkt bei den Äpfeln liegt auf deren Fruchtigkeit, einer charakteristischen Balance aus Säure und Zucker und oft gerade bei alten Sorten eine herbe Note. Die Birnen hingegen entbehren oft der Säure, weisen jedoch ein blumiges, birnentypisches Aroma auf, das bei Genießern ihre Beliebtheit als Tafelobst bedingt. Gut ausgereifte Quitten sind geschmacklich sehr intensiv und eher säurebetont. Auch ist ihnen oft eine herbe, gerbsäuregeprägte Geschmacksausprägung eigen.

Wir wollen mit unserem ‚ABQ‘-Saft die Eigenheiten der Obstarten zusammenführen und so ein ausgewogenes Geschmackserlebnis kreieren.


BezeichnungApfel-Birnen-Quitten Saft ‚ABQ‘
Inhalt0,5 Liter
1,0 Liter

Johannisbeerwein

Fruchtwein 'Schwarze Johannisbeere'Unter Verwendung von Schwarzen Johannisbeeren wird dieser Fruchtwein von uns gekeltert. Kennzeichnend für den Geschmack sind eine beeindruckende Fruchtigkeit und das mild erhaltene Aroma der Schwarzen Johannisbeere. Letztere wird auf unseren Flächen extensiv bewirtschaftet.


BezeichnungFruchtwein ‚Schwarze Johannisbeere‘
Inhalt0,7 Liter

Apfelsaft ‚Herbstapfel‘

Apfelsaft 'Herbstapfel'Der ‚Herbstapfel‘-Saft ist ein gemischter Apfelsaft. Er wird unter Verwendung lange bewährter alten Herbstapfelsorten hergestellt. Die Zusammenstellung unterschiedlicher Sorten wie ‚Baumanns Renette‘, ‚Canadarenette‘, ‚Roter Boskoop‘, ‚Altländer Pfannkuchenapfel‘, ‚Boikenapfel‘ und ‚Purpurroter Cousinot‘ führt zu einer geschmacklichen Ausgewogenheit, wie sie nur bei einem Apfelsaft-Cuvée zu erzielen ist.


BezeichnungApfelsaft ‚Herbstapfel‘
Inhalt0,5 Liter
1,0 Liter
3,0 Liter (Bag in Box)

Obst- und Fruchtsäfte

Unser Obst wird ausschließlich in unserer eigenen Mosterei schonend verarbeitet. Wir sind bestrebt, eine optimale Aromaausbeute zu erzielen. Aus diesem Grund lassen wir die Früchte vollständig ausreifen. Jeder Apfel, jede Birne, jede Quitte geht vor der Verarbeitung mehrfach durch unsere Hände. So können wir eine Saftqualität erreichen, wie sie schwerlich zu überbieten ist.

Liköre

In unserer Likörproduktion verwenden wir ausschliesslich Rohstoffe, die in unserem eigenen anthroposophisch-ökologisch wirtschaftendem Betrieb erzeugt werden. Dies ist seit der Inbetriebnahme unserer eigenen Brennereianlage möglich geworden.

  • Walnusslikör

    Unser Walnusslikör wir aus frisch geernteten Walnüssen von unseren eigenen Bäumen hergestellt. Durch den Zusatz von Kräutern, die auf unseren Obstwiesen gedeihen, bekommt er den Charakter eines Kräuterlikörs.

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Walnusslikör

WalnusslikörUnser Walnusslikör wir aus frisch geernteten Walnüssen von unseren eigenen Bäumen hergestellt. Durch den Zusatz von Kräutern, die auf unseren Obstwiesen gedeihen, bekommt er den Charakter eines Kräuterlikörs.


BezeichnungWalnusslikör
Inhalt0,5 Liter

Regionalität

Obstgarten Bauhof

Es wird heute oft gesagt, dass „Regionalität“ ein gewichtiges Kaufargument sei. Ob das in relevantem Umfang zutrifft entzieht sich unserer Kenntnis. Es ist für unsere Betriebsführung nicht von wesentlicher Bedeutung.

Und doch habt unsere Wirtschaftsweise in kaum zu überbietender Weise dem Gedanken der Regionalität Rechnung getragen – weil er sich von selbst ergeben hat. Einem kleinen Unternehmen ist es kaum möglich, in Kooperationen gute Konditionen auszuhandeln – man ist einfach zu unbedeutend. Das hat uns in der Vergangenheit oft gezwungen, Arbeiten selbst zu erledigen, die wir gern delegiert hätten. So ist im Laufe der letzten 20 Jahre ein Betrieb entstanden, der in einem Aktionsradius von 4 km nahezu die gesamte Palette der Obsterzeugung, -verarbeitung und -vermarktung abdeckt. Es bleiben noch immer kleinere Projekte offen, wie beispielsweise die ganzjährige Versorgung mit Tafelobst. Dieses können wir zwar erzeugen und erzeugen es auch. Aber da wir vorwiegend alte Herbst- und Winterapfelsorten anbauen, ist eine Vermarktung vom Baum ab nur in sehr geringem Umfang möglich.

CiderwirtschaftMit der Ciderwirtschaft haben wir die Basis geschaffen, unsere Produkte direkt an die Kunden zu bringen. Heute gehören zur Ciderwirtschaft neben dem Hofladen und der Ferienwohnung eine Mosterei, eine Obstweinkelterei und eine Brennerei. So werden extrem kurze Wege in einer regionalen Produktionskette erzielt, die den notwendigen Energieverbrauch auf ein absolutes Mindestmaß reduziert. So wird ein über die Ökozertifizierung nach EU-Richtlinie, an der wir seit 2010 teilhaben, hinausgehender ökologischer Bonus erzielt.Im Bistro können die Produkte verkostet werden. Andere Erzeuger aus der Region bieten ihre Produkte in der Ciderwirtschaft zum Verkauf. Der Verkauf an Kunden in der Umgebung hat den nicht zu unterschätzenden Vorteil der persönlichen Bindung. Das macht es aber auch nötig, auf die kulinarischen Präferenzen der Region einzugehen. Das reine Kopieren von Produktideen aus anderen Regionen ist da nicht immer hilfreich.

Streuobstanbau

Wir haben unsere Obstwiesen als „Obstgärten“ bezeichnet. Der Grund ist unsere Auffassung von dem, was eine „Streuobstwiese“ heute in den verbreiteten Ansichten der Umweltverbände ausmacht. Dieser Begriff ist, wie leider eine große Menge anderer, inzwischen sehr Ideologie beladen. Unser Ziel ist die naturnahe Produktion von Qualitätsobst als Alternative zu intensivem Obstanbau. Und das ist nur möglich, wenn es eine ausgewogene Entwicklung zwischen Ökologie und Ökonomie gibt. Was man für „ausgewogen“ hält, hängt sehr stark vom Bewirtschaftenden ab. In der Anthroposophie wird vom „Betriebsorganismus“ geredet, in dem die wirtschaftenden Menschen einen entscheidenden Einfluss auf die Gesundheit und Entwicklung haben.

Pflanzverband

Da wird oft davon gesprochen, dass sich Streuobstwiesen dadurch auszeichnen, dass die Bäume „verstreut“ über die Fläche verteilt sind – es gibt keine festen Pflanzverbände. Das ist bei uns nicht der Fall. Ohne Pflanzverbände, die eine einigermaßen geregelte Bewirtschaftung ermöglichen, könnten wir unsere Flächen nicht unterhalten. Die Schafhaltung wäre nicht umsetzbar, da wir nicht von Anfang an in der Baumschule erzogene Hochstämme pflanzen. Auch das gelegentliche Mulchen wäre so erheblich aufwändiger, dass es kaum zu realisieren wäre. Es würde neben dem erheblichen zeitlichen Mehraufwand zu einem wesentlich erhöhten Befahren des Bodens mit dem Traktor kommen. Es bestehen aus unserer Sicht auch erhebliche Zweifel, ob jemals heutige Streuobstwiesen mit einer solchen Maßgabe angelegt worden sind. Es erscheint viel wahrscheinlicher, dass die heute als „Streuobstwiesen“ bezeichneten Flächen ursprünglich in einem weiten Pflanzverband als „2. Produktionsetage“ auf Weide- oder Ackerflächen angepflanzt worden sind. Erst der Ausfall einer größeren Anzahl von Obstbäumen hat den Eindruck der zufälligen Verstreuung hervorgebracht. Man kann diese Wirtschaftsweise heute noch sehr gut in der Normandie in Frankreich sehen.

Pflanzabstand

Es gibt an unterschiedlichen Stellen Vorgaben für die Abstände zwischen den Bäumen einer Streuobstwiese. Diese liegen oft zwischen mindestens 8m und in der Regel maximal 12m. Das hat mit der Höhe der Bäume zu tun. Die hohen Bäume werfen weite Schatten, sollen sich aber möglichst nicht gegenseitig bedrängen. Das ist auch unser Anliegen. Nun ist es aber so, dass die Wuchshöhe des einzelnen Baumes von unterschiedlichen Faktoren abhängt. Im Allgemeinen wird bei den Erwägungen der Unterlage des Baumes eine ausschlaggebende Rolle zugeschrieben. Das ist aber nur sehr bedingt richtig. Den es gibt andere Aspekte, die von nicht geringem Einfluss sind. So spielt die Edelsorte eine sehr wichtige Rolle. Die Unterlage modifiziert die Wachstumsstärke der Edelsorte. Doch ist es ein gewaltiger Unterschied, ob ich eine stark wachsende Edelsorte verwende oder eine schwach wachsende Sorte. Ein weiterer Aspekt sind selbstredend die Standortverhältnisse. Ein guter, ertragreicher Boden wird die Bäume in andere Dimensionen wachsen lassen als ein sandiger. Die Niederschlagsmengen, ein heute schwer zu kalkulierender Faktor, spielen eine weitere, wichtige Rolle.

So lässt sich nicht verlässlich sagen, wie die Pflanzabstände im Einzelfall optimal zu wählen sind. Bei der anerkanntermaßen anzustrebenden freien Entwicklung der einzelnen Bäume ist es von großem Interesse für uns als Obstbauern, dass der Pflanzverband auf der anderen Seite möglichst dicht ist, um die wirtschaftlich notwendigen Erträge erzielen zu können.

Hochstämme

Was man in der Normandie auch sehr gut sehen kann sind die Hochstämme. Unter den Bäumen grasen die Kühe, die Stämme sind geschützt. Das ist auch unsere Herangehensweise. Nur mit dem Unterschied, dass die Bäume und das Obst für uns das Primärziel sind, die Schafe eher dienende Funktion haben. In Frankreich ist das Obst eher ein „Zubrot“ zur Rinderhaltung.

Wir wollen nicht nur Mostobst erzeugen. Die Qualität der Früchte unserer Arbeit ermöglicht auch eine Vermarktung als Tafelobst. Dieses muss per Hand gepflückt werden. Nun macht es wenig Sinn, den Ertrag in eine Höhe zu treiben, die die händische Ernte so verteuert, dass sich weniger betuchte Leute sich den Kauf nicht mehr leisten können. Es stellt sich die Frage, wie hoch muss ich die Baumkronen treiben – wie tief kann ich sie lassen. In unserem Fall ergibt sich aus der Höhe unseres Weinbergtraktors und der Fresshöhe der Schafe eine Kronenhöhe von ca. 1,70m. Für das „Lichtraumprofil“ sorgen verlässlich die Schafe.

Ein weiterer für uns relevanter Aspekt ist die Einzelstammstabilität der Bäume. Je länger der astlose Stammabschnitt ist, um so ungünstiger entwickelt sie das Verhältnis von Baumhöhe und Stammdurchmesser. In der Forstwirtschaft ist dies ein wichtiges Maß für die Einzelbaumstabilität. Den Bäumen wird Assimilationsfläche entzogen. Dazu kommt, dass die aerodynamische Stabilität des Baumes negativ beeinflusst wird. Je astreicher ein Baum ist, um so geringer ist seine Neigung sich bei Stürmen „aufzuschaukeln“. Baumpfleger wissen aus eigener Erfahrung wie sehr beispielsweise ein aufgeasteter Nadelbaum „schaukelt“.

Da es uns sehr um die Stabilität und Vitalität unserer Bäume geht, verwenden wir weit überwiegend Sämlingsunterlagen. Diese führen tendenziell zu einem hohen Platzbedarf für jeden einzelnen Baum. Um diesen Raum für die Obstproduktion optimal zu nutzen, sollen sich die Bäume mit ihren Ästen möglichst weit ausbreiten und alle möglichen Ebenen erschließen. Um dies zu erreichen schneiden wir die Bäume orientiert an dem Verfahren des Öschbergschnitts. Dabei lassen wir unsere Erfahrungen und Schlussfolgerungen aus unserer jahrzehntelangen Praxis einfliessen.